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Die Verleihung des Journalistenpreises 2009 des Kooperations-Rats Schweiz Russland war einer der Höhepunkte am XI. Kongress der „World Association of Russian Press“ (WARP), der vom 18. bis 21. Juni 2009 in Luzern durchgeführt wurde. Im Beisein von über 200 russischsprachigen Medienmachern und Parlamentariern beider Länder wurden dieses Jahr drei Medienpersönlichkeiten ausgezeichnet, die einen besonderen Beitrag zur Vertiefung der Beziehungen zwischen der Schweiz und Russland geleistet haben.
Der erste Preisträger, Igor Sedykh, ist eine Legende. Studierter Philologe, begann er seine Karriere als Journalist beim berühmten sowjetischen Monatsblatt „Sa Rubeschom“ („Im Ausland“). Aus eigener schwerer Erfahrung kennt er alle Gefahren des journalistischen Berufes: In Vietnam lief er auf eine Mine und wurde durch die Wucht der Detonation schwerstens verletzt, konnte sich aber glücklicherweise erholen.
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Vladislav Mostovoj, Igor Petrov, Igor Sedykh
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Werner Stauffacher, Vladislav Mostovoj, Igor Sedykh
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1991 war es niemand anders als Igor Sedykh, der die neue demokratische und freie russische Presseagentur (Russlands Presseagentur) gründete und damit den Grundstein für die Nachrichtenagentur RIANovosti legte. 1994 verliess er den Posten des Chefredakteurs und ging nach Genf, wo er als Korrespondent zu arbeiten begann, etwa für die renommierte russische Tageszeitung „Kommersant“.
Er berichtet häufig über geschäftliche Ereignisse, doch sein Herz gehört nach wie vor der Geschichte der Schweiz und den russisch-schweizerischen Beziehungen, insbesondere während des Zweiten Weltkrieges, sowie auch den Schweizer Kantonen, deren Vielfalt und Eigenständigkeit er bewundert.
Ausgezeichnet wurde zudem Erich Gysling, Journalist, Autor, Polit-Experte und Reiseunternehmer. Erich Gysling studierte in Wien Kulturgeschichte mit dem Schwerpunkt Zensur im 19. Jahrhundert. Über dieses teilweise politische, teilweise kulturelle Gebiet fand er den Weg in den Journalismus und schaffte sich rasch einen hervorragenden Namen.
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Karl Eckstein, Igor Petrov, Erich Gysling
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Karl Eckstein, Werner Stauffacher, Igor Petrov, Erich Gysling
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Unvergessen ist er als Chefredaktor der „Tagesschau“ im Schweizer Fernsehen, aber auch als Mitbegründer der politischen Sendung „Rundschau“ und schliesslich als Chefredaktor für den gesamten Informationsbereich im Schweizer Fernsehen. Zwei Jahre lang war er Chefkommentator für politische Ereignisse und Sonderkorrespondent für Russland, lernte die Sprache (eine von sieben Weltsprachen, die er beherrscht) und ist seither in freier Form für Zeitungen und Fernsehstationen tätig - ein begehrter Moderator und begnadeter Kommentator.
In seinen Artikeln und Analysen über Russland und auch in seinen Referaten zeichnet sich Erich Gysling durch Detailkenntnisse aus, die in seinem tiefen Interesse und seinem leidenschaftlichen Engagement für Verständigung und Verständnis begründet sind. Er zeigt Zusammenhänge auf, räumt mit Vorurteilen auf und vermittelt dem Unwissenden oder Voreingenommenen neue Einsichten. Erich Gysling hat die Gabe, zu reflektieren und den Menschen auch komplexe Themen zugänglich zu machen.
Als dritter Preisträger nahm Thomas Roth, Journalist, Autor und ARD-Studioleiter in New York, die Auszeichnung entgegen. Thomas Roth studierte Anglistik und Germanistik in Heidelberg und begann seine journalistische Laufbahn gleich nach dem Studium. Seine erste Auslandsstation für das Erste Deutsche Fernsehen war Johannesburg, und bereits 1991 berichtete er aus Moskau. 1995 wurde er Hörfunkdirektor des Westdeutschen Rundfunks (WDR) und kehrte 1998 für vier Jahre als Studioleiter nach Moskau zurück. Danach übernahm er den Posten des Chefredakteurs im ARD-Hauptstadtstudio Berlin und wurde 2007 erneut als Leiter nach Moskau berufen. Seit letztem Dezember leitet er das ARD-Studio in New York.
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Thomas Roth
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Thomas Roth, Werner Stauffacher
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Thomas Roth
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Von 1991 bis 2007 war er dreimal ARD-Korrespondent und Studioleiter in Moskau, und er ist im deutschsprachigen Raum als hervorragender Kenner, kritischer Beobachter und differenzierter Kommentator von Russland hoch geschätzt. Thomas Roth ist aber nicht nur der hochprofessionelle, hinterfragende Journalist, in vielen Beiträgen ist er auch als menschlich einfühlsamer und subtiler Reporter mit grossem Respekt vor Menschen und ihrer Würde aufgefallen, sei es im Gespräch mit Tschuktschen oder mit dem Präsidenten Wladimir Putin.
Sein neustes Buch „Russland – Das wahre Gesicht einer Weltmacht“ belegt auf eindrückliche Weise seine profunden Kenntnisse über Land und Leute, über politische, wirtschaftliche und geschichtliche Zusammenhänge. Seine packenden Reportagen und präzisen Analysen geben ein authentisches Bild Russlands von heute und seiner politischen Bedeutung von morgen wieder.
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